Elternbildung

März & April 2020

Liebe Kindergarten- und Spielgruppeneltern

In dieser ungewöhnlichen Zeit werden wir regelmässig Spiele, Sprüche, Lieder, Basteleien, Geschichten etc. auf dieser Seite stellen. Sie sind als Anregung gedacht, für Aktivitäten, die ihr zusammen mit den Kindern machen könnt.  Wir hoffen, dass unsere Beiträge eine Hilfe sind, mit den Kindern wertvolle Zeit zu verbringen.

Waldprogramm

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Rezepte

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Jahreszeitentisch

Der Jahreszeitentisch ist ein wichtiger Platz im Rudolf Steiner Kindergarten und in der Spielgruppe. Wir möchten euch den Jahreszeitentisch näherbringen und ermutigen, zu Hause auch einen Jahreszeitentisch einzurichten.

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Handgestenspiele (Fingerverse)

Handgestenspiele funktionieren am Besten von Mensch zu Mensch. Nur dann können die Kinder mit allen Sinnen aufnehmen und nachahmen. Diese Handgesten sind so gedacht, dass ihr Eltern die Gesten mitmacht und die Kinder schauen sie bei euch ab. Mit der Zeit kann man den Text vielleicht auch schon auswendig und braucht das Video nicht mehr. 

Handgestenspiele - oder Fingerverse - spielt man am Besten immer wieder mit den Kindern. Auch mehrere Handgestenspiele nacheinander oder über dem Tag verteilt, sind sehr gut. Sie regen die Feinmotorik, den Sprachsinn und den Sprachrhythmus an und sind einfach schön zum geniessen.
Wir haben sie mit unseren Kindern viel vor dem Essen gemacht und im Kindergarten und Spielgruppe machen wir sie verteilt über den Vor- oder Nachmittag immer wieder.

Viel Spass mit den Handgestenspielen! 

Es war einmal ein Häschen,

das putzt sich nie sein Näschen.

Da sprach die Frau Mama: 

"Mein liebes kleines Häschen,

wie schmutzig ist dein Näschen!"

Da lief das kleine Häschen ins Gras

und putzt sich an einem Kohlblatt die Nas'.

Die Mama sah es kommen

und hat es in den Arm genommen 

und sprach: "Mein liebes kleines Häschen,

wie sauber ist dein Näschen. 

Nicht mehr so schwarz wie Russ"

und gab ihm einen * Kuss!

Dieses Sprüchlein kann man gut mit den Kindern machen, wenn man etwas backen will. 

 

Das isch de Bäckersmaa

mit sim runde Büüchli da.

Das sind sini Gselle

von dene wött i eu verzelle.

 

Dä erscht sött's Brot guet bache 

und tuet nüd als giggele und lache.

Dä zweit sött Weggli go verträge

und stolperet über jedi Stegge.

Dä dritt macht Guetsli vil zchli

und tuet in Teig zvil Zucker dri.

Dä viert sött Turte schön garniere 

und tuet's ganze Gsicht verschmieren.

 

Da chunnnt de Bäckersmaa.

Was isch das für en Ornig da!?!

So schimpft er fescht mit jedem Gsell

und schickt en furt grad uf de Stell! 

Dieses Sprüchlein eignet sich nicht nur, um Bienenwachsknete zu wärmen, aber auch um kalte Kinderhände zu wärmen - die Kinder lieben es!

 

Chumm i mis chline Öfehl

Dann schick i dir 'chli Wärmei drin

Dänn zünde mer Füürli aa

Das du dich chasch 

Füf chlini Hase
tanzet uf em grüene Rase.
Hoppel hop hop hop,
Hoppel hop hop hop.
Da chunnt de Jägersmaa,
er wott die junge Hase ha!

 

Dä erscht seit: Ich spring is Loch.
Dä zweit seit: Ich spring is Loch.
Dä dritt seit: Ich spring is Loch.
Dä viert seit: Ich spring is Loch.
Dä füft seit: Ich find keis Loch,
und wo isch au de Wald?
Und er wär fascht bald
em Jägersmaa i d Arm gsprunge.

 

Dä hät gseit: Eso nen chline Has
dä lo'n i wider springe is grüene Gras.
Und hop hop hop, isch er is Gras gschprunge!

Mutter Erde, Mutter Erde,

Wo sind alle Blümelein?
Schlafen, schlafen, in der Erde,

Bis sie weckt der Sonnenschein.

Sonnenschein, komm' herein,

Wecke alle Blümelein. 

 

Mutter Erde, Mutter Erde,

Wo sind alle Käferlein?
Schlafen, schlafen, in der Erde,

Bis sie weckt der Sonnenschein. 

Sonnenschein, komm' herein,

Wecke alle Käferlein.

"Zupf upf, es putzt der Wurzelzwerg,

die kleinen Würzelchen im Berg,

zupf zupf, zupf zupf, zupf zupf.

Und aus der Erdenkrumme

wäääächst... eine kleine Blume.

Die öffnet sich im Sonnenschein -

ooooh - und duftet gar so wunderfein!

Haa - haa - haaatschi! Tschi!

Dankeschön, Blümelein!"

"Pinke panke, Schmied ist kranke.

Wo soll er wohnen? Unten oder oben?"

 

Falsch: "Da ist der Herr Krause leider nicht zu Hause."

 

"Pinke panke, Schmied ist kranke.

Wo soll er wohnen? Unten oder oben?"

 

Richtig: "Ja genau, du bist so schlau!"

"Ulle Wulle, Ulle WUlle, Ulle Wulle, Pack!

Ulle Wulle, Ulle Wulle, Ulle Wulle, Schnapp!
Sitzt im Sack!

Pin pan, pin pan paus springt raus!

Hura hura ist wieder da!

Pin pan, pin pan peck 

iiiist... weg!"

Nicki ist ein kleiner Wicht, Angst hat er nicht.

Ist winzig klein und geht allein

in die dunkle Hühle hinein.

Ruft: Huhu, huhuuu!

Springt raus und sagt:

Ihr Brüder geht mal weg, geht weg!

Macht: Killekille keck, killekille keck.

Stups - springt  weg!

Puppenspiel

Für kleine Kinder ist es wichtig, die gleiche Geschichte immer wieder - am liebsten eine Zeitlang jeden Tag - zu hören. Damit die Geschichte besonders bleibt, sollten die Kinder ihn maximal einmal am Tag sehen. Schaut doch die Geschichte in einem ruhigen Moment zusammen mit dem Kind an. Wenn die Kinder unruhig sind, unterbricht man einfach die Geschichte und morgen dürfen die Kinder dann wieder schauen:

"Mir hend zwei Auge zum luege,
zwei Ohre zum lose
und s Müli, das stoht  still,
damit mer guet chönnt lose,
was die Gschicht üs säge will" 

Die Erdenreise

Diese Geschichte erzählt, wie ein kleiner Engel sich auf dem Weg macht und auf die Erde zu seiner Mama und Papa kommt. Diese Geschichte wird im Kindergarten und in der Spielgruppe immer nur erzählt, wenn ein Kind Geburtstag feiert. Bitte zeigt ihn den Kindern nur an einem Geburtstag. So bleibt die Geschichte wie sie sein soll: Etwas besonderes!

Basteln

"Hutsche hutsche, der Ackermann säht.
Die Körnelein springen, die Vögelein singen.
Hutsche, hutsche, der Ackermann säht."

 

"Oh Sonne oh Sonne, scheine herab.
Oh Regen, oh Regen, regne herab.
Dippeldappeldappeldap.
Und wenn wir schön warten,
wächst die Kresse in unserem Garten!"

"Chumm i mis chline Öfeli
denn schick' i dir 'chli Wärmi dri.
Denn zünde mir es Füürli aa,
dass du dich chasch wärme dra.
Hui, wie die Funke flüüget!!"

 

"Ei mein Vögelein
schwing die Flügelein
bring die Kinder Sonnenschein
Ei mein liebes Vögelein
Ei mein Vögelein
schwing die Flügelein"

Pick pick peck, pick pick peck,

Alli Chörnli ess ich weg!

"Rühren, rühren, Teig verrühren,

wer nicht richtig rühren kann,

ist kein rechter Bäckersmann.

Pack zu, spar keine Kraft,

jetzt wird richtig, richtig geschafft!

 

Kneten, kneten, Teig verkneten,

wer nicht richtig kneten kann,

ist kein rechter Bäckersmann.

Pack zu, spar keine Kraft,

jetzt wird richtig, richtig geschafft!"

 

"Häschen in der Grube

sitzt und schläft, sitzt und schläft.

Armes Häschen bist du krank,

dass du nicht mehr hüpfen kannst?

Häschen hüpf, Häschen hüpf!"

 

"Häsli i der Gruebe

sitzt und schlooft, sitzt und schlooft.

Armes Häsli bisch du chrank,

dass du nümme hüpfe chasch?

Häsli hüpf, Häsli hüpf, Häsli hüpf!"

Lieder

Lieder kann man immer wieder singen. Lieder sind sehr wertvoll für die gesamte Entwicklung, speziell auch für die Sprachentwicklung des Kindes.

Zum Singen setzt man sich entweder extra hin, oder man singt während der Arbeit oder beim Wandern. In dieser Zeit passen natürlich die Oster- und Frühlingslieder besonders gut.

"Wir wollen suchen unter den Buchen,
unter den Linden werden wir finden
ein Nestlein von Heu, ein goldenes Ei,
und das Osterhäschen hüpfte vorbei."

"Mutter Erde, Mutter Erde,

Wo sind alle Blümelein?
Schlafen, schlafen, in der Erde,

Bis sie weckt der Sonnenschein.

Sonnenschein, komm' herein,

Wecke alle Blümelein. 

 

Mutter Erde, Mutter Erde,

Wo sind alle Käferlein?
Träumen, träumen, in der Erde,

Bis sie weckt der Sonnenschein. 

Sonnenschein, komm' herein,

Wecke alle Käferlein."

 

"Hutsch he! Hutsch he! Der Ackermann sät.

Die Vögelein singen, die Körnelein springen.

Hutsch he! Hutsch he! Der Ackermann sät."

Kätzchen in der Weide, wie aus grauer Seide, wie aus grauem Samt. 

Oh, ihr Silberkätzchen, sagt mir doch ihr Schätzchen, sagt woher ihr stammt. 

 

Wollen gern dir sagen: Wir sind ausgeschlagen aus dem Weidenbaum.

Haben winterüber drin geschlafen, Lieber, in tieftiefem Traum. 

 

In dem dürren Baume, in tieftiefem Träume, habt geschlafen ihr? 

In dem Holz, dem harten, war, ihr Weichen, Zarten, euer Nachtquartier.

 

Musst dich recht besinnen: Was da träumte drinnen, waren wir noch nicht.

Wie wir jetzt im Kleide blühn von Samt und Seide hell im Sonnenschein. 

 

Nur als wie Gedanken, lagen wir im schlanken grauen Baumgeäst.

Unsichtbare Geister, die der Weltbaumeister dort verweilen lässt. 

 

Kätzchen in der Weide, wie aus grauer Seide, wie aus grauem Samt.

Oh ihr Silberkätzchen, ja nun weiss, ihr Schätzchen, ich woher ihr stammt.

Bimmel, bammel, beier, lauter bunte Eier

legt ins grüne grüne Gras uns der liebe Osterhas.

 

Bimmel, bammel, beier, lauter bunte Eier

sind im Nestlein gut versteckt, wer sie wohl zuerst entdeckt?

 

Bimmel, bammel, beier, lauter bunte Eier

rot und gelb und blau bemalt, finden wir vielleicht schon bald.

"Klein Häschen wollte spazieren gehn,
spazieren ganz allein,
da hat's das Bächlein nicht gesehn,
und plumps, da fiel's hinein.

 

Das Wasser treibt's dem Tale zu,
dort wo der Mühle steht,
und wo sich ohne Rast und Ruh
das grosse Mühlrad dreht.

 

Ganz langsam drehte sich das Rad,
fest hält sich dran der Has,
und als er grade oben war,
springt seitwärts er ins Gras.

 

Wie lief klein Häschen flink nach Haus,
vorbei war die Gefahr,
die Mutter klopft ihn 's Fellchen aus,
bis es ganz trocken war."

"Kling klang gloria, Glocken sollen läuten,

Kling klang gloria, was soll das bedeuten?

Es bedeutet rein und klar,

dass ein Kind geboren war.

Sternenkind trat aus dem Tor

sich den Erdenweg erkor.

Es kam zu uns allen. 

Läutet Glocken läutet sehr

(Name) kam zu uns daher!
Bim bam baum, bim bam baum."